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Es werden Posts vom Oktober, 2018 angezeigt.

Die Lagune der sieben Farben

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War Tulum schon ein recht kleiner Ort, ist Bacalar ein wirkliches Dorf. Nach zweieinhalb Stunden mit dem Bus erreichten wir diesen verschlafenen Ort. Der einzige Grund hierher zufahren ist, um die Lagune zu sehen. Sie grenzt direkt an den Ort, sodass wir in fünf Minuten von unserer Unterkunft aus dorthin kamen. Allerdings ist sie sehr zugebaut, aber wir fanden recht schnell einen öffentlichen Platz am Ufer. Das Wetter am Ankunftstag war eher dürftig, sodass wir nur zwei Wasserfarben wahrnehmen konnten. Die Lagune trägt nämlich den Beinamen "Lagune der 7 Farben", welche sich auf die unterschiedlichen Blautöne des Wassers beziehen. Wir sprangen trotz des regnerischen Wetters ins warme Nass und planschten etwas herum. Danach gingen wir essen. Viel Auswahl gab es allerdings nicht. Als wir am nächsten Tag wach wurden, hatten wir trotz des schlechten Wetterberichts Glück. Nur ein paar wenige Wolken waren am Himmel und die Sonne zeigte ihre Pracht. Sofort gingen wir frühstücken und ...

Die etwas andere Cenote oder eine Erinnerung an den Wert des Lebens

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Den Sonntag nutzten wir als kleine Verschnaufspause und machten ein paar Erledingungen wie Wäschewaschen und die Buszeiten für die Weiterreise checken. Am Montag schauten wir uns dann die Casa Cenote an. Diese ist im Gegensatz zu den meisten anderen völlig offen. Sie gleicht eher einem Sumpfgebiet, jedoch mit sehr klarem Wasser. Die Cenote ist deutlich weniger besucht, sodass wir in der ersten Stunde die wirklich einzigen Gäste waren. Die Wasserstelle ist U-förmig und insgesamt etwa 250 Meter lang. In der Mitte des U´s ist ein kleiner Zulauf aus dem Meer, sodass das Wasser auch etwas salzhaltig ist und wir bis zur Hälfte der Strecke gegen den Strom schwammen. Die Strömung war nur leicht, doch wir waren froh, dass Schwimmwesten im Preis inbegriffen waren. Das besondere an dieser Cenote waren keine Lichtspiele oder Schildkröten sondern ein Krokodil, was am anderen Ende auf einen der Steine am Rand liegen und sich sonnen sollte. Wir fragten den Besitzer mehrmals, ob es auch wirklich ungef...

Das erste Mal in einer Cenote

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Es gibt um Tulum sehr viele Cenoten zu sehen. Eine Cenote ist eine Art Wasserloch. Die meisten waren früher unterirdische Seen, bei denen irgendwann die Decke eingestürzt ist. So hat man quasi von oben Zugang und kann in kristallklarem Wasser tauchen, schnorcheln oder einfach nur schwimmen. Davon gibt es Tausende im südlichen Teil von Mexiko. Wir hatten also die Qual der Wahl, denn allein um Tulum gibt es ungefähr ein Dutzend davon. Manche sind größer, manche kleiner und einige haben noch spezielle Eigenheiten. Wir entschieden uns zunächste für die Gran Cenote. Wie der Name schon mutmaßen lässt, die größte um Tulum und auch eine der best frequentiertesten überhaupt auf der Yucatanhalbinsel. Da die Cenote nur etwa fünf Kilometer entfernt lag und sie erst um 8.10 Uhr aufmachte, entschieden wir uns für einen Morgenspaziergang. Colectivos fuhren diese Richtung leider nicht an, aber zu dieser Tageszeit sind die Temperaturen um zu laufen ganz gut geeignet. Hat es sich bei den Mayaruinen scho...

Die Ruinen von Tulum

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Tulum sollte der erste Zwischenhalt unserer Reise sein, an dem wir auch mal einige Unternehmungen machen konnten, außer am Strand entlang zu spazieren. Gleich am ersten Tag besuchten wir eine Mayaruine, die, verglichen mit anderen in Mexiko und Guatemala, eher klein ist. Dafür zeichnet sie sich durch ihre Lage direkt am Meer aus und war zu Zeiten der Maya deshalb auch ein strategisch wichtiger Punkt auf der Landkarte. Geopolitik war auch damals schon wichtig. Wir starteten früh und waren neben einer anderen deutschen Familie die ersten und zunächst einzigen. Die Deutschen und ihre Pünktlichkeit wieder, doch es zahlte sich aus. Die Sonne stand noch recht tief über dem Meer und die gesamte Anlage war menschenleer, sodass wir uns alles in Ruhe anschauen konnten und tolle Fotos möglich waren. Die Anlage hatte auch Zugang zu einem eigenen Strand. Dort verbrachten wir einige Zeit und badeten im Meer. Hier war wieder alles sauber und die Strände und das klare Wasser stehen denen Cancuns in ...

Zwischenhalt in Playa del Carmen

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Die Fahrt nach Playa del Carmen dauerte nur etwa eine Stunde. Unsere neue Unterkunft fanden wir recht zügig, da die Stadt schachbrettförmig aufgebaut ist. Das neue Zimmer war blitzeblank und einfach eingerichtet. Allerdings lag ein leichter Schimmelgeruch in der Luft. Ein typisches Problem mit dem viele Unterkünfte in tropischen Gebieten zu kämpfen haben. Playa del Carmen ist soetwas wie die kleine Schwester von Cancun. Am Strand befinden sich die schickeren Hotels und auf der Promenade wird man alle paar Meter angequatscht von Kellnern, Touranbietern und Straßenhändlern jeglichen Gewerbes. Einige bessern ihr Geschäft wohl noch mit einem kleinen Nebenverdienst auf. Lehnt man das erste Angebot überteuert Essen zu gehen oder sinnlosen Souvernierschnickschnack zu kaufen ab, folgt darauf gerne "Something to get high maaan?" oder ein unverblümtes "Weed? Cocaine?". Der Strand von Playa del Carmen hat uns nicht so sehr gefallen wie die in Cancun. Der Streifen ist recht sc...

Entlang der Riviera Maya

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Als wir den Flughafen von Cancun verließen, konnten wir bereits das Meer riechen. Zusammen mit der ungewohnt hohen Luftfeuchtigkeit fühlten wir uns wie in der Spreewaldtherme. Dennoch ist dies nur ein ungefährer Vergleich, denn jeder ferne Ort hat seinen Eigengeruch, der seinesgleichen sucht. Wir fanden schnell den Shuttlebus in die Stadt, vorbei an den Schleppern, die uns mindestens den fünffachen Preis abverlangt hätten. Am Busbahnhof nahmen wir dann jedoch doch noch ein  überteuertes Taxi, das uns nur wenige Minuten später an unserer Unterkunft absetzte. Ich wusste, dass es gar nicht mehr soweit war, aber wir wollten keinen Stress in den ersten Momenten auf unbekannten Terrain, zumal wir grade einen elfstündigen Flug hinter uns hatten und die Nacht und damit verbundene Dunkelheit bereits anbrach. Im Nachhinein betrachtet war es auch die richtige Entscheidung, weil unser Hostel doch recht unscheinbar abseits der hiesigen Hauptstraßen lag. Die junge Dame an der Rezeption empfing ...