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Es werden Posts vom November, 2018 angezeigt.

Der Lago de Atitlán

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Der Lago de Atitlán lag direkt vor uns, als wir die letzten Kilometer von Solola nach unten ans Ufer in Panajachel fuhren. Es war Liebe auf den ersten Blick. Natürlich denke ich das öfter, wenn ich irgendwo neu ankomme und von Anfang an schwer beeindruckt bin, aber hier geht das noch weit darüber hinaus. Von Panajachel, kurz Pana genannt, hat man das beste Panorama. Hier sieht man den See und die am anderen Ende des Ufers thronenden Vulkane San Pedro, Atitlán und Tolimán wie auf einem Postkartenmotiv vor sich liegen. Der Lago de Atitlán hat eine Fläche von etwa 130 km² und auch wenn er selbst von den eben genannten Vulkanen umgeben wird, ist er selbst ein mit Wasser gefüllte Krater eines noch viel mächtigeren Vulkans. Vor 85.000 Jahren gab es hier eine Eruption, die die Landschaft, so wie sie sich heute präsentiert, geformt hat. Das ist einfach unglaublich und lässt die drei "richtigen" Vulkane wie kleine Pickel erscheinen. Zum Vergleich: die Stadt Cottbus hat eine Fläche von...

Quetzaltenango... wer, wo oder was ist das denn?

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Wir überlegten hin und her, wie wir die Überfahrt nach Guatemala bewältigen würden. Es gab vier potentielle Wege, zwei im Norden und zwei im Süden. Die beiden nördlichen sind ziemlich abenteuerlich. Der eine führt über eine Schotterpiste und der andere teilweise per Boot über den Grenzfluss. Laut Erfahrungsberichten würden diese von Palenque aus starten und hatten ziemlich schlechte Rezensionen, bei allem was wir darüber finden konnten. Die anderen beiden Optionen sollten etwas besser sein und ein Weg würde wohl von San Cristobal aus möglich sein, wo wir ja sowieso hinwollten. Wir rechneten durch was der Trip auf eigene Faust kosten würde und kamen zu dem Entschluss, dass wir nicht wirklich viel draufzahlen, wenn wir uns für einen organisierten Transport entscheiden würden. Davon gab es, wie auch schon in Palenque, unendlich viele Angebote durch diverse Touragenturen. Wir steuerten als erstes Quetzaltenango an. Da das selbst dem Guatemalteken zu kompliziert ist, wird die Stadt auch ein...

Letzter Halt in Mexiko: San Cristobal de las Casas

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Nach über 9 Stunden Fahrt erreichten wir San Cristobal de las Casas. Die Stadt liegt auf über 2000 Metern Höhe und unsere einzigen langen Sachen waren ein dünner Pullover und eine Strickjacke. Zum Glück herrscht in dieser Stadt reges Treiben, sodass wir keinerlei Probleme hatten uns auf dem Markt neu einzukleiden. Es gibt eine schöne Plaza mit einem Rondell, von dem jeden Abend Musik gespielt wird. Direkt neben der Plaza gibts einen großen öffentlichen Platz, an dem die Mayafrauen vom späten Nachmittag an bis in die Abendstunden ihre Waren feilboten. Dort kauften wir uns auch unsere neuen Wolljacken, die uns von nun an abends warm hielten. Tagsüber klettern die Temperaturen bis an die 20 Grad-Grenze, doch ab etwa 17 Uhr wurde es spürbar kälter. In den Zimmern hier gibts keine Klimaanlagen mehr, sondern zusätzliche Wolldecken für besonders kalte Nächte. Alle angrenzenden Straßen um der Plaza und um den Mayamarkt herum verwandeln sich abends ebenfalls in kleine Straßenmärkte. Auch hier s...

Natur pur

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Wir saßen im Colectivo von den Ruinen zurück nach Palenque und kamen mit einem Mexikaner namens Serefan ins Gespräch. Er war um die 50 Jahre und hat seit seinem fünften Lebensjahr in Chicago gelebt. Seitdem Trump Präsident ist, lebt er aber wieder in Mexiko-Stadt, der Hauptstadt. Ob aus ideellen Gründen oder aus politischen habe ich nicht ganz verstanden, vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem. Er fragte mich im Colectivo, ob er mir helfen könne, denn ich blätterte fragend in unserem Wörterbuch. Da erzählte ich ihm, dass wir eventuell zu den Roberto Barrios Kaskaden wollen und ich ein paar Informationen vom Fahrer brauche. Das Lustige an unserer Begegnung war, dass er genau das gleiche vorhatte und auch dorthin wollte. Er schlief auf einem Campingplatz am Stadtrand und hatte wohl am Tag zuvor von einem Franzosen Bilder gesehen. Jetzt wollte er dort unbedingt auch hin. Agua Azul, DER Wasserfall in dieser Region soll hingegen im Moment nicht so toll sein. Da wir uns noch in der ...