Letzter Halt in Mexiko: San Cristobal de las Casas
Nach über 9 Stunden Fahrt erreichten wir San Cristobal de las Casas. Die Stadt liegt auf über 2000 Metern Höhe und unsere einzigen langen Sachen waren ein dünner Pullover und eine Strickjacke. Zum Glück herrscht in dieser Stadt reges Treiben, sodass wir keinerlei Probleme hatten uns auf dem Markt neu einzukleiden. Es gibt eine schöne Plaza mit einem Rondell, von dem jeden Abend Musik gespielt wird. Direkt neben der Plaza gibts einen großen öffentlichen Platz, an dem die Mayafrauen vom späten Nachmittag an bis in die Abendstunden ihre Waren feilboten. Dort kauften wir uns auch unsere neuen Wolljacken, die uns von nun an abends warm hielten. Tagsüber klettern die Temperaturen bis an die 20 Grad-Grenze, doch ab etwa 17 Uhr wurde es spürbar kälter. In den Zimmern hier gibts keine Klimaanlagen mehr, sondern zusätzliche Wolldecken für besonders kalte Nächte. Alle angrenzenden Straßen um der Plaza und um den Mayamarkt herum verwandeln sich abends ebenfalls in kleine Straßenmärkte. Auch hier sitzen die Mayafrauen mit ihren bunten Stoffen, Schals, Ponchos und Tüchern. Es gibt jede Menge Bars und Restaurants, doch die Stadt bewahrt ihren Flair durch die Kopfsteinpflastergassen und altmodischen Laternen. Auch die vielen Hippies, die sich hier niederlassen, tragen zu dieser Atmosphäre bei. Sie sitzen ebenfalls am Straßenrand und basteln aus mehr oder weniger Müll kunstvolle Sachen, malen Bilder oder spielen einfach Musik. Gleich an unserem ersten Abend fanden wir einen Mann, der 100%igen Kakao verkaufte. Der war lecker und ziemlich günstig dazu, wie fast alles an diesen Straßenständen. Die Abende waren für uns ein Highlight, doch auch tagsüber machte das Schlendern durch die verträumten Straßen und Gassen Spaß. Wir bestiegen auch noch einen Hügel, der relativ zentral lag. Von dort hatten wir einen schönen Ausblick, nicht nur auf die Stadt, sondern auch auf die Berge, die San Cristobal umgeben. Am letzten Abend trafen wir zufällig noch Serefan aus Palenque wieder. Er war grade erst angereist, für uns würde es am nächsten Morgen nach Guatemala weitergehen.
Fünf Wochen durchkreuzten wir die Bundesstaaten Quintana Roo, Yucatan, mit einem Abstecher nach Campeche bis nach Chiapas. In fünf Wochen vier Bundesstaaten von insgesamt einunddreißig. Das zeigt nur, wie groß und vielfältig dieses Land ist. Selbst in einem Jahr würde man Mexiko nicht gerecht werden und es gibt noch so unendlich viele Gründe wiederzukommen. Die Menschen waren sehr freundlich und geduldig mit uns, vor allem mit unseren schlechten Sprachkenntnissen. Bis auf den leichten Kulturschock in Palenque (den wir schnell verdauten) haben wir uns genauso sicher gefühlt wie auch in Europa oder Asien. Vielleicht gefühlt sogar noch sicherer, weil wir, was die Sicherheit betrifft, nicht ganz ohne Vorurteile angereist waren und in den ersten Tagen unser Bild im Kopf der äußeren Wirklichkeit anpassten, was uns angenehm leicht fiel.
Wir waren in jedem Ort nach Einbruch der Dunkelheit draußen und hatten nie das Gefühl, dass hinter der nächsten Ecke zwielichte Gestalten warten könnten. Das einzig wirklich Gefährliche ist (und bleibt vermutlich auch) die Straße. Im Vergleich zum asiatischen Verkehr geht es noch recht geordnet zu, doch wache Augen und flinke Beine sind auch hier von immenser Bedeutung. Was uns neben den aufgeschlossenen Menschen, dem Essen und der einzigartigen Natur (Stichwort Cenoten, Strände, Dschungel) besonders gut gefallen hat an Mexiko, ist die astreine Infrastruktur. Die Straßen sind bis auf abgelegenere Gegenden in einem Topzustand und es gibt ein Zweiklassen-Bussystem. Dabei sind auch die Busse der zweiten Klasse in gutem Zustand und unterscheiden sich lediglich dadurch, dass sie keine Boardtoilette und kein WLAN haben, keine Filme zeigen und bedeutend mehr Orte ansteuern (das erhöht die Fahrtzeit deutlich auch auf kurzen Strecken).
Adios, Mexiko! Auf ins nächste Abenteuer nach Guatemala!
Fünf Wochen durchkreuzten wir die Bundesstaaten Quintana Roo, Yucatan, mit einem Abstecher nach Campeche bis nach Chiapas. In fünf Wochen vier Bundesstaaten von insgesamt einunddreißig. Das zeigt nur, wie groß und vielfältig dieses Land ist. Selbst in einem Jahr würde man Mexiko nicht gerecht werden und es gibt noch so unendlich viele Gründe wiederzukommen. Die Menschen waren sehr freundlich und geduldig mit uns, vor allem mit unseren schlechten Sprachkenntnissen. Bis auf den leichten Kulturschock in Palenque (den wir schnell verdauten) haben wir uns genauso sicher gefühlt wie auch in Europa oder Asien. Vielleicht gefühlt sogar noch sicherer, weil wir, was die Sicherheit betrifft, nicht ganz ohne Vorurteile angereist waren und in den ersten Tagen unser Bild im Kopf der äußeren Wirklichkeit anpassten, was uns angenehm leicht fiel.
Wir waren in jedem Ort nach Einbruch der Dunkelheit draußen und hatten nie das Gefühl, dass hinter der nächsten Ecke zwielichte Gestalten warten könnten. Das einzig wirklich Gefährliche ist (und bleibt vermutlich auch) die Straße. Im Vergleich zum asiatischen Verkehr geht es noch recht geordnet zu, doch wache Augen und flinke Beine sind auch hier von immenser Bedeutung. Was uns neben den aufgeschlossenen Menschen, dem Essen und der einzigartigen Natur (Stichwort Cenoten, Strände, Dschungel) besonders gut gefallen hat an Mexiko, ist die astreine Infrastruktur. Die Straßen sind bis auf abgelegenere Gegenden in einem Topzustand und es gibt ein Zweiklassen-Bussystem. Dabei sind auch die Busse der zweiten Klasse in gutem Zustand und unterscheiden sich lediglich dadurch, dass sie keine Boardtoilette und kein WLAN haben, keine Filme zeigen und bedeutend mehr Orte ansteuern (das erhöht die Fahrtzeit deutlich auch auf kurzen Strecken).
Adios, Mexiko! Auf ins nächste Abenteuer nach Guatemala!
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