Im Nebelwald Monteverde

Wir sagten San Juan del Sur bereits zum dritten mal auf Wiedersehen und begannen unsere Reise nach Costa Rica, dem letzten Land unseres Aufenthalts hier in Zentralamerika. Der Grenzübergang verlief ereignislos und schon fünf Minuten nach den Einreiseformalitäten saßen wir im Bus nach La Irma. Endlich wieder "normale" Busse! Wir hatten uns die letzten Monate zwar an die Chickenbusse gewöhnt, doch eine Fahrt mit Sitzplatzgarantie und nur einer Person pro Platz ist schon was feines. Dafür gibts hier keine Busgehilfen mehr, die zB. im Bus das Geld einsammeln. Tickets müssen wieder vorab an einem richtigen Schalter gekauft werden. Und so kam es, dass der Busfahrer durch La Irma rauschte, weil ihm ja niemand gesagt hattte dort für uns zu halten. Wir stiegen etwas später aus und nahmen einen anderen Bus zurück, aber wir hatten trotz des kleinen Missgeschicks noch genügend Zeit für den Anschluss. Unser erstes Ziel im neuen Land hieß Santa Elena bzw. der Nationalpark Monteverde. Es handelt sich hierbei um eine dschungelartige Gegend auf etwa 1500 bis 1800 Metern Höhe, die zum Wandern und einigen Outdoor-Aktivitäten einlädt. Man muss allerdings dazu sagen, dass Costa Rica (wenn man nicht aufpasst) schnell recht teuer werden kann und so beließen wir es zunächst beim Besuch der größten Attraktion dieser Gegend. Spätestens als wir den Park besuchten waren wir sehr froh doch noch den Weg hierher gefunden zu haben. Ja, es ist sehr touristisch und ja, es ist wie eben erwähnt auch sehr kostspielig. Aber wir als Naturliebhaber haben so etwas dafür auch nirgends sonst auf der Welt bislang gesehen. Wir kamen gegen 8 Uhr morgens an und wanderten etwas über fünf Stunden durch den weitläufigen Nationalpark. Bis Mittag war es noch sehr frisch und nebelig. Aber gerade das machte die Atmosphäre erst aus in diesem schönen und üppigen Wald. Es tropfte auf den Blättern, wir hörten hier und da die sonderbaren Gesänge der Vögel und überall lag Nebel zwischen den Bäumen. Ganz wie in einem Märchen oder Fantasy-Streifen. Da es ein kilomterlanges Netz mit vielen unterschiedlichen Wegen zum Wandern gibt, verläuft sich alles und wir begegneten erst ab Mittag vermehrt anderen Touristen. Gegen Mittag kam kurz die Sonne raus und nun sahen wir nur grün soweit das Auge reicht. Wir wanderten auf einem anderen Pfad zurück zum Aussichtspunkt von dem wir einige Stunden zuvor nichts erblicken konnten. Doch auf dem Weg dorthin zog es sich wieder komplett zu, aber zumindest haben wir die $22 Eintritt pro Person voll ausgekostet und sind jeden Weg mindestens einmal entlanggelaufen. Tiere haben wir zwar nicht sehr viele gesehen, aber dafür gehört. Doch das eigentliche Highlight ist die Szenerie um einem herum. Hier ein paar Eindrücke:
















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