Strände, Affen und Delphine
In San José blieben wir dann einen ganzen vollen Tag und wir waren durchaus überrascht: es gibt hier einige sehenswerte Parks und eine nette Innenstadt samt Einkaufsmeile zum Flanieren und Beobachten von Straßenkünstlern. Auf der anderen Seite haben wir selten derart viele Obdachlose gesehen wie hier. Die Stadt hat definitiv ein Drogenproblem. Schon wenn wir mal ein oder zwei Blocks vom Zentrum ausscherten, sammeln sie sich zuhauf auf den Bürgersteigen, meist schlafend auf Pappen oder Plastiksäcken. Wir waren an einem Sonntag in der Stadt und dann verwandelt sich eine der Hauptstraßen zu einer einzigen Sportstraße. Es gibt dort alle möglichen Sportarten wie Boxen, Volleyball, Behindertenfußball, einen Skaterparkour und für Kinder Hüpfburgen und überdimensionale Brettspiele, die auf der Straße gespielt wurden. Am Ende des kilometerlangen Sportparks befindet sich der Park La Sabana. Auf diesem ehemaligen Flugplatzgelände fand grade ein Radrennen sowie zwei Fußballspiele statt. Es gibt dort auch einen kleinen See und auch das Nationalstadion der costa-ricanischen Nationalmannschaft ist hier zu finden.
Nach zwei Nächten in der Haupststadt gings zum letzten mal an die Pazifikküste Zentalamerikas. Wir fuhren in das Dörfchen Quepos, welches als Basis zum Nationalpark Manuel Antonio dient. Es ist der mit Abstand meistbesuchte Nationalpark in Costa Rica und so machten wir uns frühzeitig auf die Socken, um den großen Menschenmassen voraus zu sein. Der Park öffnet früh um 7 Uhr und wir stiegen 6.15 Uhr in den Bus zum nur sieben Kilometer entfernten Reservat. Als wir die Strecke so entlang tuckerten, fiel mir auf, dass wir die einzigen Gringos im Bus waren und sonst nur Hotelmitarbeiter einstiegen. Da meinte ich zu Jenny: "Ey, wir sind viel zu zeitig dran. Wir sind bestimmt die Ersten." Umso mehr fiel uns die Kinnlade runter als wir ankamen. Es standen schon locker um die 500 Menschen in der Schlange und mir dämmerte es langsam weshalb die ersten Busse hierhin schon 5.30 Uhr fuhren. Zum Glück kamen wir dann gegen etwa 8.30 Uhr noch hinein. Wir erfuhren später, dass die Besucherzahl auf 600 Menschen pro Tag limitiert wurde, um den Park zu schützen. Als wir reingelassen wurden waren mindestens noch einmal 500 Menschen hinter uns, wobei wir das Ende nicht erkennen konnten. Es ist auf jeden Fall die touristischste Sehenswürdigkeit, die wir je erlebt haben. Aber das ganze hat auch einen Grund, denn nie zuvor waren wir Affen, Faultieren, Waschbären, übergroßen Schmetterlingen und vielen anderen Tieren so hautnah wie hier. Da kann selbst der beste Zoobesuch nicht mithalten. Obendrein gab es noch eine handvoll Strände, die sich über den Park verteilten. Ich war grade im Wasser am ersten Strand, Jenny wollte nachkommen und kaum wandte sie sich vom Rucksack ab und lief ein paar Schritte, kam auch schon ein Affe und wollte den Rucksack plündern. Das waren waschechte Profis, sie setzten gleich am Reißverschluss an und wussten was sie zu tun hatten. Zum Glück bemerkte es ein anderer Tourist und verscheuchte die mittlerweile zwei Affen. Sah vom Wasser echt lustig aus die gesamte Szene. Später lernten wir noch die Deutschen Lars und Jacqui kennen, welche jedoch schon seit über 20 Jahren in Portugal leben. Mit ihnen verbrachten wir am Strand den Nachmittag bevor der Tag endete.
Wir fuhren danach weiter gen Süden ins Dorf Uvita. Hier gibts einen kleinen Wasserfall und eine Halbinsel die bei Ebbe die Form einer Walflosse hat. Die Insel ist etwa 800m lang und 200m breit. Als wir ankamen, mussten wir noch bis 14 Uhr warten zum Einchecken und so wanderten wir schon mal zum Wasserfall, der ganz nett war. Lustigerweise trafen wir dort Lars und Jacqui wieder und so verbrachten wir ein paar weitere Stunden mit den beiden. In Uvita an sich gibts wirklich nicht viel zu sehen. Umso mehr Glück hatten wir, als wir den Wochenmarkt besuchen konnten, der immer nur mittwochs stattfindet. Dort deckten wir uns mit Mangos und Ananas zu adäquaten Preisen ein. Am nächsten Tag nahmen wir uns einen Tag Auszeit am Strand. Dabei stellten wir fest, dass Costa Rica wirklich mit soviel schöner Natur gesegnet ist. Selbst die Strände sind traumhaft wie auf Postkarten. Tagsdarauf griffen wir mal wieder tief in die Tasche, doch das hätte uns vermutlich sehr geärgert, wenn wir die Walbesichtigungstour ausgelassen hätten. Wir fuhren mit einem Guide und ein paar anderen Touristen auf den offenen Ozean hinaus und hielten Ausschau nach Buckelwalen. Leider bekamen wir in den über drei Stunden keinen zu Gesicht, die Chancen standen 50/50, da sich die Paarungssaison langsam dem Ende nähert und die Wale wieder zurück nach Norden wandern. Im Juni und im September soll man wohl täglich mehrere sehen können. Dafür sahen wir jede Menge Delphine, Meeresschildkröten und Rochen, die sogar aus dem Wasser sprangen. Das hatten wir so auch noch nie gesehen und natürlich waren vor allem die Delphine sehr interessant. Danach sagten wir Bye, bye Pazifik! Wir hatten hier eine schöne Zeit, egal in welchem Land und welchem Fischerdorf. Wir werden die Sonnenuntergänge vermissen, doch wissen, dass wir wiederkehren.
Nach zwei Nächten in der Haupststadt gings zum letzten mal an die Pazifikküste Zentalamerikas. Wir fuhren in das Dörfchen Quepos, welches als Basis zum Nationalpark Manuel Antonio dient. Es ist der mit Abstand meistbesuchte Nationalpark in Costa Rica und so machten wir uns frühzeitig auf die Socken, um den großen Menschenmassen voraus zu sein. Der Park öffnet früh um 7 Uhr und wir stiegen 6.15 Uhr in den Bus zum nur sieben Kilometer entfernten Reservat. Als wir die Strecke so entlang tuckerten, fiel mir auf, dass wir die einzigen Gringos im Bus waren und sonst nur Hotelmitarbeiter einstiegen. Da meinte ich zu Jenny: "Ey, wir sind viel zu zeitig dran. Wir sind bestimmt die Ersten." Umso mehr fiel uns die Kinnlade runter als wir ankamen. Es standen schon locker um die 500 Menschen in der Schlange und mir dämmerte es langsam weshalb die ersten Busse hierhin schon 5.30 Uhr fuhren. Zum Glück kamen wir dann gegen etwa 8.30 Uhr noch hinein. Wir erfuhren später, dass die Besucherzahl auf 600 Menschen pro Tag limitiert wurde, um den Park zu schützen. Als wir reingelassen wurden waren mindestens noch einmal 500 Menschen hinter uns, wobei wir das Ende nicht erkennen konnten. Es ist auf jeden Fall die touristischste Sehenswürdigkeit, die wir je erlebt haben. Aber das ganze hat auch einen Grund, denn nie zuvor waren wir Affen, Faultieren, Waschbären, übergroßen Schmetterlingen und vielen anderen Tieren so hautnah wie hier. Da kann selbst der beste Zoobesuch nicht mithalten. Obendrein gab es noch eine handvoll Strände, die sich über den Park verteilten. Ich war grade im Wasser am ersten Strand, Jenny wollte nachkommen und kaum wandte sie sich vom Rucksack ab und lief ein paar Schritte, kam auch schon ein Affe und wollte den Rucksack plündern. Das waren waschechte Profis, sie setzten gleich am Reißverschluss an und wussten was sie zu tun hatten. Zum Glück bemerkte es ein anderer Tourist und verscheuchte die mittlerweile zwei Affen. Sah vom Wasser echt lustig aus die gesamte Szene. Später lernten wir noch die Deutschen Lars und Jacqui kennen, welche jedoch schon seit über 20 Jahren in Portugal leben. Mit ihnen verbrachten wir am Strand den Nachmittag bevor der Tag endete.
Wir fuhren danach weiter gen Süden ins Dorf Uvita. Hier gibts einen kleinen Wasserfall und eine Halbinsel die bei Ebbe die Form einer Walflosse hat. Die Insel ist etwa 800m lang und 200m breit. Als wir ankamen, mussten wir noch bis 14 Uhr warten zum Einchecken und so wanderten wir schon mal zum Wasserfall, der ganz nett war. Lustigerweise trafen wir dort Lars und Jacqui wieder und so verbrachten wir ein paar weitere Stunden mit den beiden. In Uvita an sich gibts wirklich nicht viel zu sehen. Umso mehr Glück hatten wir, als wir den Wochenmarkt besuchen konnten, der immer nur mittwochs stattfindet. Dort deckten wir uns mit Mangos und Ananas zu adäquaten Preisen ein. Am nächsten Tag nahmen wir uns einen Tag Auszeit am Strand. Dabei stellten wir fest, dass Costa Rica wirklich mit soviel schöner Natur gesegnet ist. Selbst die Strände sind traumhaft wie auf Postkarten. Tagsdarauf griffen wir mal wieder tief in die Tasche, doch das hätte uns vermutlich sehr geärgert, wenn wir die Walbesichtigungstour ausgelassen hätten. Wir fuhren mit einem Guide und ein paar anderen Touristen auf den offenen Ozean hinaus und hielten Ausschau nach Buckelwalen. Leider bekamen wir in den über drei Stunden keinen zu Gesicht, die Chancen standen 50/50, da sich die Paarungssaison langsam dem Ende nähert und die Wale wieder zurück nach Norden wandern. Im Juni und im September soll man wohl täglich mehrere sehen können. Dafür sahen wir jede Menge Delphine, Meeresschildkröten und Rochen, die sogar aus dem Wasser sprangen. Das hatten wir so auch noch nie gesehen und natürlich waren vor allem die Delphine sehr interessant. Danach sagten wir Bye, bye Pazifik! Wir hatten hier eine schöne Zeit, egal in welchem Land und welchem Fischerdorf. Wir werden die Sonnenuntergänge vermissen, doch wissen, dass wir wiederkehren.
Park Manuel Antonio
uns wurde hier nicht langweilig
einer der vielen Strände im Park
höchst selten: ein Faultier bewegt sich
das schönste Bargeld, das wir je ausgaben
Strand in Uvita
auf dem schier endlosen Pazifik
erfolgreiche Fischer
auf der "Walflosse"
Strandalltag


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